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Designing processes, enhancing landscape beauty

Deutsche Version folgt unten

Seminar

In this seminar we focus on the question of how a curatorial landscape design philosophy can be applied to develop attractive green open spaces. We take the ongoing Project „Alster-Elbe-Bille-PARKS“ in Hamburg and other works of contemporary landscape architecture as references, and reflect the experimental design principles which are applied by the landscape architecture studio Atelier le Balto, EMF, Studio Vulkan and others. Concurrent we examine, explore and record the existing open green spaces in our vicinity to detect characteristic natural processes and atmospheres. We work on-site and record the processes and changes in real time as they happen. Later we develop first concepts and ideas how to curate those to achieve the greatest impact with the smallest intervention.

Context

Between Hamburg’s rivers Alster, Bille and Elbe, the new landscape corridor “Alster-Elbe-Bille-PARKS“ is in the making. The development process of this park is intentionally gradual, drawn out of the existing conditions, spatial atmospheres and local Genius Loci. The transformative participation of local actors (human and nonhuman) and involved institutions is vital for such an approach. The landscape architect or designer acts in such situation as a curator, accompanying and guiding the existing local natural processes with an ecological sensibility. This means not to implement a fixed plan but following a vision and uncovering hidden potentials along the way. A landscape architect´s project is never “complete”, but always changing and growing. As Mr. Klaus Hoppe, head of the Public Agency for Landscape Planning at the City of Hamburg puts it: ‘Green open spaces in the city need space that is open to development, open to change. At the same time, these spaces should be distinctive and unique.’

To be able to strengthen this unique character of green open spaces, a landscape architect has to first reveal current and potential individual qualities and atmospheres of its separate parts. It is important to analyze the characteristic processes of growth and decay, urban development and local activities as well as dynamics and changes which happen in the landscape through time. Such an approach is necessary as well for the development of green open spaces with strong local identity as for adequate habitats for flora and fauna which also find refuge in urban contexts. This Seminar-Blog reflects and test the concept of a landscape design as a curatorial practice.

Deutsch:

Landschaftsarchitekt als Kurator

Prozesse begleiten, Eigenart der Landschaft stärken

Seminar

In diesem Seminar konzentrieren wir uns auf die Frage, wie eine kuratorische Landschaftsgestaltungsphilosophie angewandt werden kann, um attraktive grüne Freiräume zu entwickeln. Am Beispiel des Projekts „Alster-Elbe-Bille-PARKS“ und anderen Landschaftsarchitekturprojekten mit ähnlichem Ansatz widmen wir uns der Frage, welche Impulse eine kuratorische Rolle als landschaftsarchitektonische Gestaltungsphilosophie für die Entwicklung eines Freiraums geben kann. Dazu möchten wir den Entwurfsansatz des Atelier le Balto, EMF, Studio Vulkan und anderer zeitgenössischer Landschaftsarchitekturbüros dokumentieren und als Entwurfsprinzip reflektieren. Parallel dazu untersuchenwir unterschiedliche grüne Freiräume im Hinblick auf ihre Atmosphären und Prozesse, entschichten diese und entwerfen ‚Minimale Eingriffe‘, um diese Orte gestalterisch hervorzuheben und deren Entwicklung zu kuratieren. 

Kontext 

Zwischen den Hamburger Flüssen Alster, Bille und Elbe ist ein neuer Grünzug in der Entstehung. Der Ansatz des Projekts „Alster-Elbe-Bille-PARKS“ ist die schrittweise und partizipative Transformation aus den bestehenden Gegebenheiten und Atmosphären heraus im Einklang mit dem lokalen Genius Loci. Hier handelt der Landschaftsarchitekt als Kurator, er begleitet und steuert die vorgefundenen Prozesse mit einer gärtnerischen und gestalterischen Empfindsamkeit. Er folgt nicht einem festen Plan, sondern einer Vision. Sein Werk ist nie ‚fertig‘. „Freiräume brauchen freien Raum. Raum sich entwickeln zu dürfen, sich verändern zu dürfen. Und sie sollen unverwechselbar sein. Individuell.“ so Klaus Hoppe, Leiter der Abteilung Stadtgrün und Landschaftsplanung, Behörde für Umwelt und Energie.

Die Aufgabe des Gestalters ist es daher die individuellen Qualitäten und Atmosphären der verschiedenen Teilbereiche des Grünzugs aufzudecken und herauszuarbeiten, diese gestalterisch zu verstärken. Dafür muss er die den Ort prägenden Prozesse, dh. Wachstum, Verfall, urbane Entwicklung, die Aktivitäten vor Ort, deren Dynamik und zeitliche Veränderung mitbetrachten und einbeziehen. Die prozesshafte und behutsame Entwicklung ist sowohl unerlässlich für die Entwicklung von identitätsstiftenden und lebendigen Parks der Zukunft, als auch für die Sicherung von Lebensräumen für eine vielfältige Flora und Fauna. 

Dieser Seminar-Blog reflektiert und erprobt das Konzept der Landschaftsgestaltung als kuratorische Praxis.


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